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   Elbsandsteingebirge / Nationalpark Sächsische Schweiz

  Beliebtes Wander- und Felsklettergebiet vor den Toren Dresdens
Elbstrom in der Sächsischen Schweiz
Lage: etwa 35 km östlich von Dresden beidseitig der Elbe (zwischen dem Osterzgebirge im Südwesten, der Lausitz im Norden und der Grenze zu Tschechien im Südosten), in Tschechien schließt sich das Naturschutzgebiet Böhmische Schweiz an
Begriff "Sächsische Schweiz": sächsischer Teil (368 km²) des Elbsandsteingebirges, wahrscheinlich erstmals von Porträtmaler Anton Graff und Kupferstecher Adrian Zingg (ab 1766 an der Dresdner Kunstakademie tätige Künstler aus der Schweiz) verwendet, der Begriff kam um 1790 in der Literatur auf und wurde besonders von den Romantikern aufgegriffen
Merkmale: Sandsteinkarst-Korrosionslandschaft, eine der eigenartigsten Landschaften Deutschlands, ein natürliches Gesamtkunstwerk, unzählige Naturschönheiten auf kleinem Raum, malerische Felsen und Tafelberge, bizarre Schluchten, Höhlen, Felslabyrinthe mit Türmen, Zinnen, Nadeln, Schluchten und Klammen, höchster Berg: Großer Zschirnstein (562 m), auf einem Tafelberg bei Königstein steht 240 m hoch über der Elbe die Festung Königstein (Sächsische Staatsfestung, eine der gewaltigsten Festungen Deutschlands), großes Wandergebiet (etwa 1.200 km langes Wegenetz), größtes Felsklettergebiet im Osten Deutschlands (etwa 900 freistehende Felsen, etwa 5.000 Aufstiege), seit 1956 Landschaftsschutzgebiet, davon bilden 93 km² Kerngebiet seit 1991 den "Nationalpark Sächsische Schweiz", Nationalparkhaus in Bad Schandau (Ausstellungen und Multivisionsschau zu den geologischen, botanischen und zoologischen Kostbarkeiten des Elbsandsteingebirges), Informationsstelle der Nationalparkverwaltung in der Amselfallbaude im Amselgrund bei Rathen (Information über die einzigartig reiche Pflanzen- und Tierwelt sowie die Wander-, Kletter- und anderen Freizeitmöglichkeiten in der Sächsischen Schweiz)
Begriffe: "Steine" (z.B. Lilienstein, Pfaffenstein, Königstein und Großer Zschirnstein): tafelbergartige Reste der einst zusammenhängenden Sandsteinplatte, "Berge": alte Vulkankegel (vulkanische Durchbrüche), "Gründe": Schürftäler der (meist recht kurzen) Nebenflüsse der Elbe, "Ebenheiten": Umfeld des Gebirges (100 bis 120 m hoch über dem Elbtal gelegen, landwirtschaftlich genutzt)

Nutzung des Sandsteins: seit dem 14. Jahrhundert, um 1900 gab es etwa 290 Steinbrüche, Steinebrechen war Haupterwerbsquelle der Bewohner der Region, "Weiße Brüche" (1,5 km lang und bis zu 145 m hoch) am Elbufer zwischen Wehlen und Rathen, Postelwitzer Sandstein (Brüche 1907 stillgelegt) beim Bau der Katholischen Hofkirche und der Frauenkirche in Dresden verwendet, Sandsteinabbau in der Region Pirna seit dem 18. Jahrhundert (u.a. für zahlreiche barocke Großbauten Dresdens, den Meißner Dom, das Brandenburger Tor in Berlin, das Rathaus von Antwerpen und das Kopenhagener Schloss Christiansborg verwendet), heute noch 7 Sandsteinbrüche in Betrieb (z.B. auch für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche)

Sächsische Schweiz
Zur Entstehung des Elbsandsteingebirges
Kreidezeit (vor etwa 100 Mio. Jahren): Quarzsand-Ablagerungen in einem hier vorkommenden Meer, Verdichtung der Sedimente zu Quarzsandstein
Ende der Kreidezeit: Hebung der nördlich angrenzenden Lausitzer Granitplatte um etwa 600 m und Aufschiebung auf die bis zu 600 m mächtige Sandsteinplatte, wodurch diese zerbrach, vulkanische Durchbrüche schufen kegelförmige Erhebungen in der Landschaft
Tertiär: Hebung des Südflügels des südwestlich angrenzenden Erzgebirges um etwa 1.000 m, auch die Sandsteinplatte wurde dabei hochgedrückt, schräg gestellt und gegen die Lausitzer Granitplatte gepresst (Bildung der typischen quaderförmigen Struktur des Elbsandsteins, weil dieser Druck in eine andere Richtung als der Druck bei der Hebung der Lausitzer Granitplatte wirkte), Eingraben tiefer Schluchten in den weichen Sandstein der gehobenen und zerdrückten Platte durch die Elbe und ihre Nebenflüsse
Eiszeit (Elsterkaltzeit vor 450.000 Jahren): Formung des Sandsteins durch das bis in diese Gegend vorgedrungene Inlandeis, Eintrag von Geröllmassen, seitdem weitere Formung der malerisch-bizarren Felslandschaften des wildromantischen Erosionsgebirges durch Wind, Frost, Temperaturwechsel und Vegetation

Aus der Geschichte
slawische Zeit (ca. 600 bis 1000 n.Chr.): wahrscheinlich nur Zufluchtsort in Kriegszeiten und vorübergehender Wohnort der Elbfischer, 10. Jahrhundert: erste Erwähnung der Elbe-Schifffahrt durch das Elbsandsteingebirge (Händler, Fischer und Holzflößer, flussaufwärts wurde gesegelt oder getreidelt), 11. Jahrhundert: erste nennenswerte Dauer-Besiedlung des Elbsandsteingebirges, 1325: Ersterwähnung einer Fähre in Pirna, spätes Mittelalter: Grenzland zwischen der Mark Meißen (später Sachsen) und Böhmen mit zahlreichen böhmischen Grenzwarten und -burgen, viele davon entwickelten sich zu Raubritterburgen, diese wurden bis 1459 von den sächsischen Landesherren und dem Oberlausitzer Sechsstädtebund zerstört (einige Mauerreste, Gräben, Falze, Höhlen, Zisternen und Treppen blieben erhalten), überdauert haben nur die mächtige Festung Königstein (sächsische Landesfestung) und die uneinnehmbare Burg Hohnstein, Wende 18./19. Jahrhundert: "Entdeckung" der landschaftlichen Schönheit der Sächsischen Schweiz durch Dresdner Romantiker (z.B. Landschaftsgemälde von Ludwig Richter und Caspar David Friedrich), 1837: Jungfernfahrt des ersten Elbe-Raddampfers (der "Königin Maria") von Dresden nach Rathen, Mitte des 19. Jahrhunderts: technischer Ausbau der Elbe (Einengung und Vertiefung der Fahrrinne) für die Schifffahrt, 1845-1851: Bau der "Böhmischen Eisenbahn" entlang der Elbe im Elbsandsteingebirge (Eisenbahnstrecke Dresden-Prag mit 7 Viadukten und 164 Brücken in dieser Region), enormer Aufschwung des Tourismus dank Schifffahrt und Eisenbahn (Anlage von Wegenetzen, Bau von Gaststätten und Unterkünften, Herausgabe von Reiseführern), aus Flößern, Waldarbeitern und Bauern wurden Gastwirte, Wanderführer, Kutscher und Sesselträger, Gründung erster sächsischer Gebirgsvereine, 1864: Beginn des Klettersports am Falkenstein (enormer Aufschwung des Klettersports zwischen 1890 und 1910), 1956: zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, 1991: Kerngebiet zum Nationalpark erklärt, heute alljährlich etwa 2,5 Mio. Besucher in der Sächsischen Schweiz

Blick von der Bastei
Vordere Sächsische Schweiz (Bastei, Rathen, Wehlen, Königstein, Lilienstein, Hohnstein, Polenztal)
Aussichtspunkt Basteihorn: einer der schönsten natürlichen Aussichtspunkte Europas, Blick von der Bastei (305 m ü.d.M.) auf das herrliche Elbtal mit der 190 m tiefer fließenden Elbe, dem Kurort Rathen und mehreren Tafelbergen der Sächsischen Schweiz wie z.B. dem wunderbar geformten "Lilienstein" (415 m ü.d.M.), nahebei die Höllenhundaussicht (Blick auf den Rabener Kessel: bizarre Felsenlandschaft und Schluchtenlabyrinth)
Felsenburg Neurathen: 1361 erstmals erwähnte malerische Ritterburg nahe der Bastei, böhmischer Vorposten an der damaligen Grenze zur Mark Meißen (dem späteren Sachsen), 1469 vom sächsischen Kurfürsten erobert, seitdem eine Ruine
Kurort Rathen: zahlreiche Pensionen, kleine Hotels, Gaststätten und schöne Fachwerkhäuser (einige aus dem 16. Jahrhundert), alte Mühle (1567) im Amselgrund, Steinburg Altrathen (Ruine): 1261 erste Erwähnung einer Burg "Ratin", in der Mitte des 15. Jahrhunderts zerstört
Wehlgrund: nördlich des Kurortes Rathen gelegen, von schroffen Felsen der Bastei und der "Kleinen Gans" eingeschlossen, 1936: Bau der Felsenbühne Rathen (größte Naturbühne Sachsens, eine der schönsten deutschen Freilichtbühnen), u.a. Aufführungen der Oper "Freischütz" von Carl Maria von Weber (der Freischütz-Textautor Friedrich Kind holte sich hier im Wehlgrund Anregungen für die berühmte Wolfsschlucht-Szene) und von Geschichten des einst in Radebeul lebenden Abenteuerschriftstellers Karl May (z.B. des Stückes "Der Schatz am Silbersee")
Amselgrund: malerischer Amselsee (seit 1934 bestehender 500 m langer künstlicher Stausee), 10 m hoher Amselfall (erstmals 1548 erwähnter Wasserfall) am Ende der Schlucht
Schwedenlöcher: klammartige Felsengasse, 1886 touristisch erschlossen, war im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) Zufluchtsort der Rathener Einwohner vor den marodierenden Schwedentruppen
Ferien- und Luftkurort Stadt Wehlen: eine der kleinsten Städte Sachsens, idyllischer Ruheplatz und Ausgangspunkt für Wanderungen in die Vordere Sächsische Schweiz, Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Heimatmuseum, Pflanzengarten (etwa 800 Pflanzenarten), Burgruine (erstmals 1269 urkundlich erwähnt) auf dem Burgberg mit schöner Aussicht, Miniaturenpark "Kleine Sächsische Schweiz" im benachbarten Dorf Wehlen (zeigt Szenen des Elbsandsteingebirges in Modellen)
Robert-Sterl-Haus: Wohnhaus des bedeutenden impressionistischen Malers Robert Sterl (1867-1932) im Ortsteil Naundorf der Gemeinde Struppen (Atelier und original eingerichtete Wohnräume, etwa 100 Gemälde des Künstlers ausgestellt)
Stadt Königstein: 1379 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte zunächst zu Böhmen, dann ab 1459 zu Sachsen, seit Beginn der Personenschifffahrt im Jahr 1837 ein bedeutender Fremdenverkehrsort, barocke einschiffige Stadtkirche St. Marien (Marienkirche (1720-1724, Entwurf: George Bähr, Erbauer der Dresdner Frauenkirche, seit 1823 mit klassizistischer Innenausstattung), Fachwerkhäuser, Königsteiner Musikerarchiv (Schriftstücke der in der Stadt geborenen Komponisten Julius Otto, Georg Schumann und Camillo Schumann)
Festung Königstein: eine der gewaltigsten Festungen Deutschlands auf dem Tafelberg bei Königstein 240 m hoch über der Elbe, Sächsische Staatsfestung (Zufluchtsstätte der sächsischen Kurfürsten und Könige, sächsisches Staatsgefängnis und Aufbewahrungsort für die Dresdner Kunstschätze in Krisenzeiten) [ weiter ... ]
Lilienstein: markantester Tafelberg der Sächsischen Schweiz, 80 m hoher steiler Rand mit stark zerklüfteten Felsen, Gipfelplateau mit herrlichem Ausblick (Fernsicht), Berggaststätte, Mauer- und Torreste einer mittelalterlichen böhmischen Befestigung (1379 erstmals erwähnt), Wettinersäule (1889, anlässlich der 800-Jahr-Feier der Wettiner, der sächsischen Landesherren, aufgestellt)

www.dresden-theater.de (Felsenbühne Rathen)

www.stadt-wehlen.de

www.kleine-saechsische-schweiz.de (Miniaturenpark "Kleine Sächsische Schweiz", das Elbsandsteingebirge in Modellen)

www.robert-sterl-haus.de (Robert-Sterl-Haus, Wohnhaus des bedeutenden impressionistischen Malers Robert Sterl, 1867-1932, mit einer Ausstellung seiner Gemälde; Robert-Sterl-Str. 30, 01796 Struppen)

www.koenigstein-sachsen.de

www.gohrisch.de

www.lohmen-sachsen.de

Burg Hohnstein Burg Hohnstein
Lage: an der Nordgrenze des Elbsandsteingebirges auf einem Sandsteinfelsen 140 m hoch über dem Polenztal
Bauzeit: 1353 erstmals urkundlich erwähnt (wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert als böhmische Grenzburg errichtet)
Merkmale: uneinnehmbare, nur vom Marktplatz des Städtchens Hohnstein her zugängliche Burg, mit dem kurfürstlich sächsischen Wappen verzierter Burgeingang zum Unteren Burghof, Unteres Schloss mit einem Museum zur Geschichte der Burg und einer Gedenkausstellung für die Opfer des Konzentrationslagers, in den Stein gehauener langer Wehrgang unter dem Oberen Schloss hindurch zum Oberen Burghof, am vorletzten Bogen des Ganges das Wappen des böhmischen Adelsgeschlechts Berken von der Duba mit den gekreuzten Eichenästen (slawisch "dub" = Eiche), Oberer Burghof mit ehemaligem Brauhaus (naturkundliche Ausstellung), Turmhaus (Burgcafé) und Burggarten (herrliche Aussicht in das Polenztal)
Aus der Geschichte: 1353: Wechsel in den Besitz des böhmischen Adligen Hinko Berka von der Duba (bis 1410 Stammsitz der Berken von der Duba), 1443: Wechsel als böhmisches Lehen zu Sachsen (aber erst 1806 an Sachsen überschrieben), 1453-1853: Sitz des sächsischen Justizamtes, nach 1553 auch kurfürstliches Jagdschloss, ab dem 17. Jahrhundert: Ersatz der bis dahin hölzernen Gebäude durch Steinbauten, 1866-1924: Arbeits- und Zuchthaus, ab 1925: Nutzung als Deutschlands größte Jugendherberge, 1933: Einrichtung eines der ersten Konzentrationslager der Nationalsozialisten in der Burg, ab 1948: wieder als Jugendherberge eingerichtet sowie museale und touristische Nutzung

Polenztal: Tal des Flusses Polenz, Naturschutzgebiet im Umfeld der Stadt Hohnstein, mit blühenden Märzenbechern und Narzissen übersäte Wiesen im Frühjahr, in den Schluchten wird der Übergang von der Lausitzer Granitplatte mit ihren V-förmigen Tälern im harten Granit zur Sandsteinplatte mit ihren U-förmigen Tälern im weichen Sandstein sichtbar, Reste mehrerer Burganlagen aus dem 15. Jahrhundert, wildromantische Wolfsschlucht, mächtige Gautschgrotte (großer Felskessel)

Hintere Sächsische Schweiz (Bad Schandau, Postelwitz, Kirnitzschtal, Lichtenhainer Wasserfall, Schrammsteine, Sebnitz)
Stadt Bad Schandau: bedeutendster Kur- und Ferienort der Sächsischen Schweiz, im Zentrum des Elbsandsteingebirges an der Mündung des Flüsschens Kirnitzsch gelegen, im Schutz der Geleitburg Schomberg (12. Jahrhundert, heute Ruine mit wenigen baulichen Resten) entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts der Ort Schandau (1430 erstmals urkundlich erwähnt und 1445 erstmals als Stadt), die Burg sicherte die hier entlang führenden wichtigen Verkehrswege zwischen Böhmen, der Mark Meißen und der Lausitz, das kleine "Schifferstädtchen" Schandau war ein wichtiger Warenumschlagplatz, 1730: Entdeckung einer als Heilquelle nutzbaren eisenhaltigen Quelle, ab 1799: Entwicklung von Schandau zum Kurbad, Mitte des 19. Jahrhunderts (nach Beginn der Elbe-Dampfschifffahrt und dem Bau der Eisenbahnstrecke): Entwicklung zum Fremdenverkehrsort, 1880: Bau einer Heilanstalt mit Park, 1920: Umbenennung der Stadt in Bad Schandau, spätgotische Stadtkirche St. Johannis (1645, wertvolle Ausstattung: u.a. die aus einem Block gehauene, von einer Mosesfigur getragene Sandsteinkanzel von 1705, mit erzgebirgischen Halbedelsteinen und belgischem Marmor verzierter Sandsteinaltar von Bildhauer Hans Walther II aus der Zeit 1574-1579), ehem. Brauhof (Renaissance-Bau von 1680, sehenswertes Portal, achteckiger Treppenturm an der Hofseite), Altes Rathaus (Stadthaus, 1863, Sitznischenportal, Stadtwappen und kursächsisches Wappen), Heimatmuseum (Ausstellung zur Geologie und Natur der Region, zum Sandsteinabbau, zur Stadtgeschichte, zur Elbeschifffahrt und zum Fremdenverkehr im Elbsandsteingebirge), Pflanzengarten am Hang des Kirnitzschtales (etwa 1.500 Arten der heimischen Flora), Nationalparkhaus Bad Schandau (1997, Verwaltungs- und Informationszentrum für den Nationalpark Sächsische Schweiz)
Stadt Sebnitz: am Nordrand des Elbsandsteingebirges nahe der Grenze zu Tschechien gelegen, Ende des 12. Jahrhunderts von Einwanderern aus Mainfranken angelegt, Produkte der Leineweberei im 18. Jahrhundert in ganz Westeuropa, Nordafrika und sogar Westindien gehandelt, um 1835: Einführung der Kunstblumen-Herstellung durch böhmische Einwanderer, die Sebnitzer Kunstblumen-Manufakturen machten das einstige Ackerbürger- und Leineweberstädtchen weltweit bekannt, zahlreiche schöne Umgebindehäuser, Stadtkirche (Renaissance-Altar und kelchförmiger Taufstein von 1586, Malereien von 1621 an der Kassettendecke und an den Emporen-Brüstungen, "Sebnitzer Madonna" vom Ende des 15. Jahrhunderts: in katholischer Zeit als wundertätig verehrt), Heimatmuseum (traditionelle Leineweberei, Kunstblumenherstellung, Schauwerkstatt in der benachbarten Seidenblumenmanufaktur), Afrikahaus (Geschichte und Kultur Afrikas), Urzeitpark (seit 1996, ca. 350 Plastiken urzeitlicher Tiere auf 12.000 m² Freifläche), Modelleisenbahnmuseum (100 Jahre Modellbahn-Geschichte)
Schrammsteine: eines der markantesten Felsreviere der Sächsischen Schweiz, sehr verwitterte und deshalb stark zerklüftete romantische Felsengruppe, beliebtes Wander- und Klettergebiet, im 19. Jahrhundert wurde hier der Trendsport "Free Climbing" erfunden (Haken nur zur Sicherung, jedoch nicht zum Hochziehen genutzt, Klettern ausschließlich mit der Kraft der Arme und Finger)
Kirnitzschtal, Lichtenhainer Wasserfall: Kirnitzschtalbahn (1898) von Bad Schandau durch das malerische Tal des Flüsschens Kirnitzsch zum Lichtenhainer Wasserfall, elektrische Straßenbahn 1973 umfassend renoviert, heute überwiegend mit Solarstrom betrieben, Kirnitzschtal: schönstes Tal des Elbsandsteingebirges, Talschlucht mit zerklüftetem Fels und dichtem Wald, interessante Abfolge von breiten U-förmigen Tälern in weichem Sandstein und schmalen V-förmigen Tälern in hartem Lausitzer Granit, Lichtenhainer Wasserfall: 5 m hohe Sandsteinstufe, nahebei das Felsentor "Kuhstall" (11 m hoch, 17 m breit, 24 m tief, Zufluchtsort der Anwohner in Kriegszeiten, schon im 18. Jahrhundert eines der beliebtesten Ausflugsziele des Elbsandsteingebirges, mehrere Mühlen an der Kirnitzsch (Ostrauer, Lichtenhainer, Felsen-, Neumann-, Busch- und Räumichtmühle)
Niedere Schleuse: an der Kirnitzsch im Süden von Hinterhermsdorf, um 1612 für die Holzflößerei nach Schandau angelegt
Hinterhermsdorf: staatlich anerkannter Erholungsort, um 1280 von deutschen Kolonisten als Waldhufendorf angelegt, idyllischer Ort mit Umgebindehäusern, schön ausgestattete Dorfkirche (1690)
Obere Schleuse: 1567 zum Sammeln und Flößen geschlagener Baumstämme gebaut, einst eine hölzerne, ab 1816/17 eine steinerne Stauanlage, 700 m langer Stausee in einer malerischen Felsenklamm (touristische Kahnfahrten seit 1879), gehört zum Naturschutzgebiet "Kirnitzschklamm"

Falkenstein
www.bad-schandau.de

www.sebnitz-web.de

www.afrikahaus-sebnitz.de

www.tillig.com (Modelleisenbahnmuseum)


Nationalpark Böhmische Schweiz
79 km² großer böhmischer (tschechischer) Teil des Elbsandsteingebirges, wildromantisches, ruhiges Wald- und Felsenland, Wandergebiet mit gut ausgeschilderten Wegen, ca. 60 km Radfahrstrecke, Aussichtspunkte: u.a. Krizovy Kamen (Kreuzstein) und Edmunduv Kamen (Edmundstein) in der Nähe des Prebischtores, beliebteste Wanderziele: u.a. Mariina Skala (Marienfelsen), Burgruine Saunstejn (Schauenstein) und Rudolfuv Kamen (Rudolfstein) - alle nahe Jetrichovice gelegen, beliebter Wanderweg: Gabrielensteig nach Mezni Louka (zweisprachige Informationstafeln mit Hinweisen zur umliegenden Landschaft, mehrere Restaurants)
Prebischtor: bedeutendstes Ausflugsziel in der Böhmischen Schweiz, Europas größte natürliche Sandsteinbrücke an einem hoch über dem Tal vorgeschobenen Felsenriegel (von Wind und Wasser ausgehöhlt, Spannweite: 30 m, Höhe: 12...16 m, Breite: 3...27 m), vom Grenzübergang Schmilka/Hrensko (Haltestelle der von Dresden kommenden S-Bahn) auf einem 5 km langen Wanderweg mit z.T. steilem Aufstieg erreichbar, seit 1963 unter Denkmalschutz, wahrscheinlich nach einem Einsiedler namens Prebisch bzw. einem früheren Grundbesitzer benannt, am Fuße steht ein Berghotel (1881) mit Gaststätte, Aussicht vom Kreuzstein auf das Prebischtor und über die Felsenwelt der Böhmischen Schweiz bis zum Schneeberg, zum Rosenberg und zu den Zschirnsteinen
Stille Klamm, Wilde Klamm, Edmundsklamm: wildromantische tiefe, enge Felsenschluchten mit kleinen Wasserfällen, landschaftlich eindrucksvolle Kahnfahrten

Prebischtor in der Böhmischen Schweiz
www.npcs.cz - Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz

www.ceskesvycarsko.cz/de

www.cztour.cz/hotels_de.html

Bild: Prebischtor in der Böhmischen Schweiz

Information
Elbsandsteingebirge

Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna, Tel. (03501) 470147, Fax. -470148

www.saechsische-schweiz.de - Das offizielle Tourismusportal für die Sächsische Schweiz, mit Informationen zum Elbsandsteingebirge, zu über 750 Gastgebern, mehr als 300 Adressen von touristischen Anbietern, Ausflugszielen und touristischen Einrichtungen, Onlinebuchung von Unterkünften, größte Veranstaltungsdatenbank der Region

www.tourismusverein-elbsandsteingebirge.de - Ausflugsziele, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Unterkunft, Gastronomie, Nationalpark ...

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

www.elbsandsteingebirge.de

www.saechsisch-boehmische-schweiz.de

www.saechsische-schweiz.info

www.oberelbe.de - Regionalportal im Landkreis Sächsische Schweiz

Urlaub im Elbsandsteingebirge - Reiseportal mit Unterkünften aus dem Elbsandsteingebirge und der Sächsischen Schweiz

www.camping-koenigstein.de

www.elbe-erleben.de

Ferienwohnung Sächsische Schweiz - Private Zimmervermittlung in Lichtenhain nahe Bad Schandau (Sächsische Schweiz)

www.tillner.de - Wandertouren und Rundreisen

www.koenigstein-sachsen.de - Touristinformation "Haus des Gastes", Schreiberberg 2, 01824 Königstein, Tel. (035021) 68261, Fax -68887

www.gipfelbuch.de    www.teufelsturm.de

www.hoehlenforschergruppe-dresden.de

www.elbsandsteingebirge-mit-hund.de




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