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Stadtteil Weißer Hirsch
www.dresden-weisser-hirsch.de www.weisser-hirsch.de (Stadtteil-Portal Weißer Hirsch)
Aus der Geschichte des Stadtteils Weißer Hirsch
1572: Erwähnung einer Bierschänke an der Bautzner Straße (seit früher Zeit eine wichtige Fernhandelsstraße), 1664: Anlage eines Weinberges mit Winzerhaus durch Oberküchenmeister Georg Ernst von Dölau, später: Einrichtung eines Gutes durch den kurfürstlichen Kapellmeister Christoph Bernhard (Schüler von Heinrich Schütz), dieser erlangte 1688 das Schankrecht und nannte das Haus nun "Zum Weißen Hirsch", später: Erneuerung der Schenke durch Oberlandweinmeister Heinrich Roos, 1685: Bau der "Lohschenke" (ab 1733 "Zum weißen Adler" genannt) in der Nähe des Gutes, 1769-1802: Holländische Windmühle im Süden der Flur
um 1775: Beginn der baulichen Erschließung des Gebietes Weißer Hirsch, 1838: Gründung einer Landgemeinde, 1856: Bau eines Gasthofes (Vorgänger des Parkhotels) gegenüber der Schenke "Zum Weißen Hirsch", 1867: Bau des Fridabades an der Stechgrundstraße neben dem Gasthof, 1874: Kauf des Gutes durch Max Ludwig Küntzelmann: Umbau des Herrenhauses in ein Kurhaus und Freigabe großer Teile des Grundstückes als Bauland für eine Villenkolonie, 1881: Einweihung eines Gedenksteins (Bronzerelief von Heinrich Schnauder) an der Einmündung der Luboldtstraße für Max Ludwig Küntzelmann als Gründer der Kursiedlung Weißer Hirsch, 1888: Eröffnung eines Sanatoriums im Fridabad durch den Arzt Dr. Heinrich Lahmann, "Dr. Lahmanns physiatrisches Sanatorium" wurde weithin berühmt (nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetarmee als Lazarett genutzt), 1889: Bau der Kirche (norwegisch-romanischer Stil) an der Stangestraße, Entwicklung der Siedlung Weißer Hirsch zu einem berühmten Kurort und einer großen vornehmen Villensiedlung
1910: Wohnung von Oskar Kokoschka in der Künstlerpension Rissweg 68 (schrieb hier sein Drama "Mörder, Hoffnung der Frauen", 1917 im Albert-Theater am Albertplatz uraufgeführt), 1921: Eingemeindung nach Dresden (1927 auch des Friedrich-August-Parks und des Waldparks Weißer Hirsch), 1920er Jahre: Anlage eines Konzertplatzes östlich der Stechgrundstraße (sonntägliche Konzerte für die Patienten des Sanatoriums und die Bewohner der Villensiedlung), 1952-1954: letzte Lebensjahre des dänischen Schriftstellers Martin Andersen Nexö (1869-1954, ab 1951 Dresdner Ehrenbürger) im Haus Collenbuschstraße 4 (Einrichtung einer ihm gewidmeten Gedenkstätte im Jahr 1958), 1955: Gründung des Instituts von Professor Manfred von Ardenne (1907-1997, bekannter Wissenschaftler, war maßgeblich am Bau der sowjetischen Atombombe beteiligt, trieb die Entwicklung des Fernsehens wesentlich voran, machte hunderte bedeutende Erfindungen), ab 1990: umfassende Sanierung der (in der Zeit der DDR sehr vernachlässigten) Villen der Siedlung Weißer Hirsch, zur historischen Bausubstanz gehören z.B. die "Villa Elbblick" (schöner Jugendstil) und Villen in der Collenbuschstraße (Stil der Neuen Sachlichkeit)
Verkehrsanbindung: zur Dresdner Neustadt über die Bautzner Straße und nach Loschwitz mit der Standseilbahn |
 Bild: Gasthaus zum Weißen Hirsch um 1900 (nach einem alten Foto, verändert)
 Bild: Dr. Lahmanns physiatrisches Sanatorium um 1900 (nach einem alten Foto, verändert)
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