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Taschenbergpalais, Cholerabrunnen
 Bild: Taschenbergpalais (mittlerer und östlicher Gebäudeflügel), aus Richtung Theaterplatz gesehen
Lage: südlich des Residenzschlosses (mit dessen Südflügel über eine geschlossene neobarocke Brücke verbunden)
Bauzeit, Architekt: 1706-1711, Matthäus Daniel Pöppelmann (Barock-Baumeister, Schöpfer des Dresdner Zwingers, lebte ab 1680 in Dresden, erhielt hiermit seinen ersten größeren Auftrag von August dem Starken, Entwurf wahrscheinlich unter Beteiligung von Oberlandbaumeister Johann Friedrich Karcher), Westflügel: 1756, Julius Heinrich Schwarze, Ostflügel: 1763, Christian Friedrich Exner
Merkmale: Barock-Gebäude bestehend aus Zentralbau (1711), Westflügel (1756) und Ostflügel (1763), mit Ehrenhöfen zwischen den Flügeln, leichte, grazile Bauform (anders als Pöppelmanns üppiger römisch-barocker Zwingerbau), flache Fassade mit ornamentierten Reliefplatten, prächtiger Giebelschmuck im Innenhof und über den Ehrenhöfen, hohes Mansardendach, 4,80 m hohe Räume, historische Säulenhalle, Barock-Treppenhaus mit doppelarmiger Treppenanlage (zweite ihrer Art in Dresden nach der Englischen Treppe von Starcke und Beyer im Residenzschloss), 215 Hotelzimmer, 340 qm große Kronprinzen-Suite (3 Schlaf- und 2 Wohnzimmer im asiatisch-barocken Stil), Vestibül-Café, Hotel-Restaurant
Nutzung: Kempinski-Grand-Hotel, ursprünglich: Wohnhaus der Reichsgräfin von Cosel (Mätresse Augusts des Starken), später Kurprinzenpalais (Wohn-Palais der sächsischen Kurprinzen)
Aus der Geschichte: im Auftrag Augusts des Starken als Wohnsitz seiner Mätresse Gräfin Cosel auf dem Gelände von sieben ehemaligen Bürgergrundstücken errichtet, wegen der ursprünglichen orientalischen Einrichtung zuerst "Türkisches Haus" genannt, 1718 (nach dem Fall der Gräfin Cosel in Ungnade): Neugestaltung der Inneneinrichtung durch Raymond Leplat für den nun einziehenden Kurprinzen, Name "Taschenbergpalais" erinnert an den Taschenberg (kleiner Hügel am Elbufer, auf dem einst die Dresdner Burg, das spätere Residenzschloss, errichtet wurde; nach den im Laufe der Jahrhunderte vorgenommenen Aufschüttungen kaum noch als Erhebung sichtbar), Februar 1945: Zerstörung durch die englisch-amerikanischen Bombenangriffe, 1993-1995: Wiederaufbau nach den Originalplänen Pöppelmanns als Grand-Hotel, umfassende Sanierung nach dem Hochwasser im August 2002
www.sophienkeller-dresden.de www.kempinski-dresden.de |
 Bild: Brücke im Stil des Neobarock zwischen dem Ostflügel des Taschenbergpalais und dem Südflügel des Residenzschlosses (entstand zusammen mit diesem Schlossflügel bei der großen Schlosssanierung zwischen 1889 und 1901)
 Bild: Taschenbergpalais - Draufsicht von Norden (Foto aus dem Heißluftballon, teilschematisiert), rechts der Zwinger, links unten das Residenzschloss
 Bild: Ruine des Taschenbergpalais (1945 bis Ende der 1980er Jahre; die englisch-amerikanischen Bombenangriffe im Februar 1945 hatten nur einige Mauerreste stehen gelassen)
 Bilder: Ehrenhof mit dem Haupteingang des Grand-Hotels, Wappen am Giebel




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