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Stadtteil Räcknitz, Moreau-Denkmal
Lage: vom Zelleschen Weg und dem Universitätsgelände im Norden bis zur Südhöhe im Süden

Aus der Geschichte von Räcknitz
1305: urkundliche Ersterwähnung als Rekenicz (altsorbisch: Leute des Rakon), Grundbesitz zunächst vom Meißner Markgrafen als Lehen vergeben, später als Erbgut verwaltet, um 1465: Verkauf des Herrengutes Räcknitz und des Vorwerkes Auswick (an der Flurgrenze gelegen) an den Dresdner Rat, Vergabe des Landes an 38 Dresdner Bürger gegen Erbzins (einige der vom Dresdner Rat gesetzten Markierungssteine sind noch erhalten, z.B. im Gebiet des Zelleschen Weges am Stadtgut, am Räcknitzer Marktweg nahe der Südhöhe und am ehemaligen Bienertschen Gut Ecke Räcknitzhöhe/Bergstraße, tragen Jahreszahlen wie 1555, 1679 oder 1729 sowie das Stadtwappen), 1468: Vergabe des restlichen Landes und des Gutshofes an einen Räcknitzer Bauern als Stadtzinsgut (heute Versuchsgut des landwirtschaftlichen Instituts der Technischen Universität), 1764: die Bewohner von Räcknitz erhielten Zollfreiheit für die Dresdner Elbbrücke, 1847: Bau eines Einnehmerhauses (die Reisenden hatten hier eine staatliche Chausseegebühr zu entrichten) auf der Südhöhe (auf dem Scheitelpunkt der Straße nach Dippoldiswalde, heute B170), später als Gasthaus genutzt, heute ein landwirtschaftliches Institut der Technischen Universität, 1898: Bau zweier Trinkwasser-Hochbehälter in Räcknitz (zeitgleich mit dem städtischen Wasserwerk Tolkewitz), speisen seitdem das Trinkwassernetz der linkselbischen Dresdner Stadtteile (das Wasser kommt durch zwei 700 mm starke Druckrohrleitungen aus Tolkewitz), Anlage des Volksparks Räcknitz im Umfeld der Hochbehälter, vor 1900: Bau mehrgeschossiger Wohnhäuser an der westlichen Zeunerstraße, dann Ausbreitung der Räcknitzer Wohnsiedlung in Richtung Mommsenstraße (hier bliebenen schöne Villen aus jener Zeit erhalten, heute u.a. von der Technischen Universität genutzt), 1902: Eingemeindung nach Dresden, 1906: Bau des Bismarckturms (Architekt: Wilhelm Kreis) südlich des Räcknitzer Volksparkes, Anfang des 20. Jahrhunderts: Bau der aus Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Vor- und Hausgärten bestehenden Siedlung zwischen der Haeckel- und der Stadtgutstraße, nach 1980: Bau des Wohnviertels an der Straße Südhöhe

www.bismarckturm-dresden.de

Moreau-Denkmal in Räcknitz
Moreau-Denkmal
Lage: an der Straße Räcknitzhöhe
Entstehungszeit, Bildhauer: 1814, Christian Gottlieb Kühn (Entwurf: Gottlob Friedrich Thormeyer)
Merkmale: klassizistischer Stil, griechischer Helm, Schwert und Lorbeerkranz (in Lauchhammerguss gefertigt) auf einem großen Granitwürfel, Inschrift: "MOREAU / DER HELD / FIEL HIER AN DER SEITE / ALEXANDERS / DEN XXVII. AUGUST/ MDCCCXIII" (mit ALEXANDER ist Zar Alexander von Rußland gemeint, der im August 1813 zusammen mit Fürst Schwarzenberg die Truppen führte, ihr Hauptquartier war Schloss Nöthnitz), drei Eichen beschatten das Denkmal (nach 1814 als Symbol für die drei anti-napoleonischen Verbündeten Rußland, Preußen und Österreich gepflanzt)
Aus der Geschichte: Jean-Victor Moreau (französischer General, ein Gegner Napoleons, trat 1813 in russischen Dienst) wurde während der Schlacht bei Dresden (August 1813) im Räcknitzer Gebiet schwer verwundet und im Gut des Bauern Palitzsch in Kleinpestitz medizinisch versorgt (starb aber noch im selben Jahr im böhmischen Laun an den Folgen seiner Verletzung)


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