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Großer Garten   ( Palais im Großen Garten )
Mit einer Fläche von etwa 180 ha (ca. 154 ha Park sowie die Flächen von Zoo, Botanischer Garten und Ausstellungsgelände) ist der Große Garten Dresdens größte (und schönste) Parkanlage.

Großer Garten im Herbst
Seit 1950, nachdem die von den anglo-amerikanischen Bombenangriffen im Februar 1945 angerichteten schweren Verwüstungen weitgehend beseitigt waren, dient der Große Garten als Kulturpark.
Großer Garten im Herbst
Neue Grünanlagen wie z.B. der Dahliengarten und der Staudengarten in der Nähe des Palais kamen hinzu, außerdem Kinderspielplätze, Sportanlagen und eine Sommergaststätte neben dem Palaisteich.

Der im Jahr 1881 angelegte Carolasee lädt im Sommer zum Rudern und im Winter zum Schlittschuhlaufen ein. Am Ufer steht die Sommergaststätte "Carolaschlösschen".


Bild: Großer Garten im Herbst, im Vordergrund die Gleise der Parkeisenbahn
Text einer Tafel am Eingang des Großen Gartens:

Der Große Garten in Dresden
Nicht weit vom Stadtzentrum Dresdens entfernt befindet sich der Große Garten, der mit seiner derzeitigen Fläche von rund 200 ha die älteste und größte Parkanlage der Stadt ist. Der erste Gartenplan, der 1676 durch den Hofgärtner M. Göttler entstand, sah bereits als Mittelpunkt der Anlage ein Palais vor. Während im gleichen Jahr die ersten Felder für den künftigen Park angekauft wurden, begann der Bau des Palais unter der Planung des Oberlandesbaumeisters J.G. Starcke erst zwei Jahre später. Er gilt als frühester barocker Palaisbau Dresdens und diente dem wettinischen Hof zunächst als Stätte für Spiele, Theater und Jagdessen. Mit dem Jahre 1683 begann nach Plänen Karchers die Umgestaltung des Gartens, die auch eine Ergänzung des Palaisbaus mit acht Kavaliershäusern mit sich brachte. Parterre- und Boskettanlagen entstanden, 1715 wurden Palaisteich und Gartenparterre, in den folgenden Jahren Remisen zur Fasanenaufzucht angelegt. Der barocke Gartenplan wurde vermutlich 1719 abgeschlossen und bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts beibehalten. Unter dem Generalgouvernement des russischen Fürsten Repnin-Wolkonski setzte man eine eigene Behörde für den während der Kämpfe 1813 verwüsteten Park ein. Der Garten wurde der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Der Gartenarchitekt Lenné entwarf im Rahmen einer Gesamtgestaltungskonzeption Bürgerwiese und Zoologischen Garten, weitere Ideen des Gartendirektors Bouché flossen ebenfalls ein. Die barocke Grundstruktur blieb jedoch gewahrt, wenn auch einzelne Bereiche großzügig umgeformt wurden. Die Eröffnung des Botanischen Gartens sowie Gartenbauausstellungen verschafften dem Großen Garten europaweite Resonanz im 19. und 20. Jahrhundert. Bombenangriffe gegen Ende des 2. Weltkrieges richteten in den Gartenanlagen, an Gebäuden und Skulpturen erhebliche Schäden an. Aufwendige Restaurierungsarbeiten lassen jedoch den alten Glanz in Teilen wiedererstehen. Neuerungen wie die Parkeisenbahn, eine Freilichtbühne und ein Puppentheater erhöhen die Attraktivität als Naherholungsgebiet für Besucher aus Dresden und Umgebung.

Parkeisenbahn im Großen Garten: Die um 1931 anlässlich der Internationalen Hygiene-Ausstellung gebaute Parkeisenbahn (Liliputbahn, Spurweite 15 Zoll = 381 mm) gehört zu den Attraktionen des Dresdner Großen Gartens. In dessen südlichen Teil verkehrt sie auf einer 5,6 km langen Strecke (30 Min.) mit fünf Bahnhöfen (Straßburger Platz, Zoo, Carolasee, Karcherallee und Palaisteich). Vom 1. Juni 1950, dem ersten Internationalen Tag des Kindes, bis 1990 hieß sie "Pioniereisenbahn" ("Junge Pioniere" nannte sich die Kinderorganisation der DDR).

Kontakt & Info: www.parkeisenbahn-dresden.de (Förderverein "Dresdner Parkeisenbahn e.V.")

Veranstaltungen: Parkbahnfest, "Tag der offenen Tür" mit Besichtigung der Züge und Betriebsanlagen, Nikolausfahrten im Dezember für angemeldete Kindergruppen, ständig ist eine Anmeldung von Kindern für eine Ausbildung als Parkeisenbahner möglich

Torhaus an der Hauptallee des Großen Gartens
Bild: Torhaus an der Hauptallee des Großen Gartens
Freilichtpuppentheater Sonnenhäusel
Eingangszier des Sonnenhäusels
Bilder: An der Herkulesallee erhielt das Freilichtpuppentheater Sonnenhäusel im Jahr 1955 eine Spielstätte mit etwa 350 Zuschauerplätzen.
Blick in die Herkulesallee des Großen Gartens
Bild: Blick in die Herkulesallee des Großen Gartens
Blick in die Hauptallee des Großen Gartens
Bild: Blick in die Hauptallee des Großen Gartens; im Hintergrund das Palais, vorn ein Straßenübergang der Parkeisenbahn
Der Kaitzbach im Großen Garten
Bild: Der Kaitzbach fließt streckenweise auf der Grenze zwischen dem Zoo-Gelände und dem Großen Garten
Kentaurengruppe "Nessus und Deianira" im Großen Garten
Von den einst zahlreichen Skulpturen des Parks blieben nur wenige erhalten. Viele der Gartenplastiken wurden im Jahr 1760 (im Siebenjährigen Krieg), während der preußischen Besetzung Sachsens, zerstört oder nach Charlottenburg in Preußen verschleppt.


Bilder: Kentaurengruppen "Nessus und Deianira" (links) und "Eurythos und Hippodamia" (unten) von Antonio Corradini an der Hauptallee des Großen Gartens westlich vom Palais (sie befanden sich ursprünglich am Japanischen Palais)


Am Osttor der Hauptallee stehen die Gruppen "Venus und Adonis" und "Meleager und Atalante" von Johann Christian Kirchner aus dem Jahr 1719.
Kentaurengruppe "Eurythos und Hippodamia" im Großen Garten
Im Umfeld des Palais sind mehrere Marmorplastiken aufgestellt. Die Skulpturen "Herakles und Telephos" und "Seleinos und Dionysos" schuf Paul Heermann um 1725. Am Palaisteich ist die von Antonio Corradini geschaffene "Üppigkeitsvase" zu sehen.

Von den einst zwölf entlang der Herkulesallee stehenden Herkules-Skulpturen aus der Werkstatt von Balthasar Permoser sind am Westeingang noch "Herkules mit der Schlange" und "Der Ruhende Herkules" sowie am Osteingang "Herkules und Drache im Garten der Hesperiden" und "Herkules mit Busiris" zu sehen. Mindestens zwei der großfigurigen Darstellungen der Taten des Herkules dürften erste Arbeiten Balthasar Permosers in Dresden (um 1690) gewesen sein.
Das Parktheater im Großen Garten
In der Nähe des Palais befindet sich das Parktheater (s. Bild).

Unweit der ehemaligen Pikardie, einer alten Gaststätte am Ostausgang der Hauptallee, entstand auf dem Gelände einer früheren Kiesgrube in den Jahren 1954/55 die Freilichtbühne Großer Garten (in der Zeit der DDR Freilichttheater Junge Garde genannt). In diesem Bauwerk mit seinen geschwungenen Dächern im Stil der barocken Chinoiserien finden etwa 5.000 Zuschauer auf den in der Art eines Amphitheaters ansteigenden Sitzreihen Platz.


Aus der Geschichte

Lustgarten (ab 1676)
Schon ab dem 16. Jahrhundert besaßen Dresdner Adlige Lustgärten vor den Stadtmauern, z.B. den Pomeranzengarten (1591) an der Ostra-Allee, den Rechenbergschen Garten (vor 1653) an der Bürgerwiese (heute Blüherpark) und den Türkischen Garten (ab 1668) an der Reitbahnstraße.

Der Große Garten wurde ab 1676 im Auftrag von Kurfürst Johann Georg II. für den Kurprinzen, den späteren Kurfürsten Johann Georg III., auf damals noch weit außerhalb der Stadt liegenden Feldern Strehlener, Grunaer und Striesener Bauern angelegt. Er besaß zunächst eine quadratische Fläche mit etwa 250 m Seitenlänge, in deren Zentrum ab 1678 das Palais errichtet wurde. Geplant war damals eine Vergrößerung auf etwa 2 km Seitenlänge, doch wegen der Bitten und Klagen der betroffenen Bauern begnügte man sich mit Erweiterungen auf schließlich etwa 1 km im Quadrat. Durch Verlängerungen entlang der Hauptallee nahm der Garten später eine Kreuzform an, in der er sich bis 1861 zeigte.

Gartengestalter Martin Göttler richtete bis 1683 ein erstes Wegenetz im Garten ein. Nach den Grundsätzen der Waldvermessung des Leipziger Professors Johannes Humelius ließ Göttler von der Lichtung im Mittelpunkt des Großen Gartens acht Wege strahlenförmig ausgehen (Johannes Humelius hatte das erste Wegenetz der Dresdner Heide um 1560 in ähnlicher Form angelegt).


Barockgarten / Französischer Garten (1683-1763)
Palais im Großen Garten
Der spätere Oberlandbaumeister Johann Friedrich Karcher gestaltete den Großen Garten ab 1683 in einen Barockgarten um. Er beseitigte die Sternwege und schuf nach dem Vorbild des französischen Gartenkünstlers André le Notre, dessen Versailler Garten er 1714 besichtigt hatte, einen Französischen Garten mit dem Palais und einem schmalen Blumenparterre im Mittelpunkt. Davor legte er einen ebenen Platz für Ringrennen und andere höfische Vergnügungen an, dahinter ein großes Wasserbecken.


Bild: Palais im Großen Garten, davor der Palaisteich
Marmorplastik vor dem Palais im Großen Garten
Im Garten entstanden ein symmetrisches Wegenetz mit schnurgeraden Alleen, Grünanlagen mit gestutzten Hecken und Bäumen, durch hohe Heckenwände abgeschlossene Spielgärten, eine Orangerie, ein Labyrinth, ein Naturtheater am Palaisteich (eines der ersten Naturtheater Europas) sowie künstliche Gewässer mit Bassins, Fontänen und Kaskaden. Mehr als 150 Marmorstatuen und Riesenvasen schmückten den Garten.

August der Starke ließ den Großen Garten im Jahr 1698 über die alte Pirnaische Landstraße hinaus erweitern (diese verlief nördlich der Herkulesallee, woran heute noch ein Steinkreuz am Friedrich-Bouché-Weg beim Dahliengarten erinnert) und als Ersatz eine neue Straße nach Pirna anlegen, die Pirnaische Chaussee (heute Stübelallee), die aber erst um 1900 ihre heutige Breite erhielt. Der Palaisteich entstand 1715.

In der Augusteischen Zeit wurde der Skulpturenschmuck des Gartens um mehrere große, bedeutende Figuren unter anderem von Antonio Corradini, Pietro Balestra, Johann Christian Kirchner und Balthasar Permoser bereichert.


Bild: Marmorgruppe "Die Zeit entführt die Schönheit" von Pietro Balestra vor dem Palais
Im Jahr 1716 verlegte man die Fasanerien vom Ostravorwerk und vom Neudorfer Elbwerder in den Großen Garten, wo Strauchdickichte, Fasanengräben, Schießgänge, Futtergärten und ein Fasanenwärterhaus entstanden.

Um die Anlagen vor Raubwild und vor unbefugtem Betreten zu sichern, ersetzte man die Einzäunung des Großen Gartens im Jahr 1718 durch eine 2,50 m hohe Mauer. Nur "Personen von Kondition, nicht aber Tagelöhner, Musketiere und Weibspersonen von dergleichen Stand" erhielten Zutritt. Die Torwärter betrieben einen erlaubten Bierausschank zur Aufbesserung ihres geringen Einkommens. Vor allem sonntags fand sich, wie alte Schriften berichten, viel Volk am Ausschank ein.

In der Regierungszeit Augusts des Starken (1694 bis 1733) erlebte der Große Garten glänzende Hoffeste. Das Venusfest anlässlich der Vermählung des Kurprinzen Friedrich August, des Sohnes von August dem Starken, mit der habsburgischen Kaisertochter Maria Josepha am 23. September 1719 ragt dabei besonders heraus. Aus alten Schriften ist auch bekannt, das die Bauern der Umgebung zum Karneval des Jahres 1721 große Mengen von Schnee für festliche Schlittenfahrten heranfahren mussten.

Im Dezember 1745 erlitt der Barockgarten bei Kämpfen zwischen Österreichern und Preußen schwere Schäden. Während der Schlacht bei Kesselsdorf hatten die Österreicher ihr Hauptquartier in der nahen Schenke "Grüne Wiese" in Gruna (am Ort des späteren Rothermundtparks) aufgeschlagen.

Auch im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) kam es im Großen Garten zu Kämpfen. Die Preußen hausten hier außerdem wie die Wandalen und fällten 610 der stärksten Linden der Alleen, deckten das Kupferdach des Palais ab, zertrümmerten zahlreiche Bildwerke und verschleppten andere nach Sanssouci und Charlottenburg.


Landschaftspark im Englischen Stil (ab 1764)
Nach dem Siebenjährigen Krieg, im Jahr 1764, stellte Oberlandbaumeister Julius Heinrich Schwarze den Park in relativ kurzer Zeit wieder her - jetzt nicht mehr als Französischen Garten, sondern als Englischen Landschaftspark. Ab jetzt standen die Anlagen mit Ausnahme der Fasanengehege auch bürgerlichen Besuchern offen.

In der Schlacht bei Dresden im August 1813 (in den Napoleonischen Kriegen) wurde auch der Große Garten wieder zum Kampfplatz, was wiederum schwere Verwüstungen nach sich zog. Der nach der Niederlage Napoleons, zu dessen Verbündeten Sachsen gehörte, im Land eingesetzte russische Generalgouverneur Repnin-Wolkonski richtete eine besondere Behörde für die Wiederherstellung der Dresdner Gartenanlagen ein. Die Arbeiten wurden meist in Frondienst ausgeführt. Die Bauern von Gruna und Striesen durften mit den Steinen der zum Teil zerstörten Mauer, die man nun ganz abtrug, ihre abgebrannten Gehöfte wieder aufbauen.

Die Fasanenzucht im Park wurde im Jahr 1815 aufgehoben. Aus dem Haus des Fasanenwärters entstand das Gasthaus Große Wirtschaft. Auch die Torhäuser wurden in Gaststätten umgewandelt. Hofgärtner Johann Gotthelf Hübler schuf aus dem Ringrenn- und Spielplatz vor dem Palais ein großes Rasen- und Blumenparterre. Südlich der Hauptallee legte man eine Obstbaumschule an. Ein Katalog von 1819 nennt u.a. 225 Apfel-, 132 Birn- und 91 Kirschbaumsorten. Während der preußischen Besetzung Dresdens im Jahr 1866 fällten dann die Preußen die meisten dieser Obstbäume zum Bau einer Schanze am (späteren) Straßburger Platz.

Nach dem Abzug der Preußen stellte man den Königlichen Großen Garten unter die Verwaltung des Forstrentamtes, das einen maximalen Gewinn aus der Anlage zu schlagen trachtete. Waldarbeiter fällten die Bäume des Parks ohne Rücksicht auf die Parkgestaltung. Der Verwalter eröffnete mehrere neue Schankstätten und baute die acht Pavillons am Palais zu Wohnungen für Sommergäste aus. Die Fischerei im Palaisteich wie auch die winterliche Eisbahn wurden verpachtet, die Laubstreu des Parks verkaufte man an Erwerbsgärtner.


Königlicher Großer Garten
Im Jahr 1873 wurde der junge Obergärtner Johann Karl Friedrich Bouché, ein Schüler des berühmten Gartengestalters Lenné, als Direktor des zu jener Zeit recht verwahrlosten Großen Gartens eingestellt. Bis zu seinem Ruhestand 1922 erneuerte und erweiterte er den Park. Im Jahr 1878 bezog er die Strehlener Felder im Südosten mit ein.

In den Kiesgruben an der Krähenhütte ließ Bouché zwischen 1881 und 1886 den Carolasee anlegen. Dieses Gebiet gehört zu einem alten Elbarm (Seegraben), der sich von Seidnitz her zwischen der Herkules- und der Winterbergstraße über den Großen Garten bis zur Bürgerwiese erstreckt. Von der Querallee an wird er heute vom Kaitzbach durchflossen.

Der Durchbruch der Grunaer Straße im Jahr 1880 schuf eine direkte Verbindung zwischen dem Großen Garten und der Innenstadt.

Nach dem 6. Deutschen Turnfest im Jahr 1885 auf den Feldern an der Pirnaischen Chaussee (der späteren Stübel-Allee) beschloss die Stadtverwaltung, ein ständiges Ausstellungsgebäude auf diesem Gelände zu errichten. Im Jahr 1896 wurde es eingeweiht. Auch die weltweit beachtete Internationale Hygiene-Ausstellung im Jahr 1911 fand hier statt.

Mosaikbrunnen im Großen Garten
Als Bouché zwischen 1890 und 1897 etwa 15 ha Grunaer Wiesen aus den Händen einer privaten Baugesellschaft für den Park erwarb, nahm der bisher eher kreuzförmige Große Garten seine Rechteckform mit einer Länge von etwa 1.900 m und einer Breite von etwa 1.000 m (an der Karcherallee etwa 900 m) an. Er besaß nun eine Fläche von ca. 180 ha (ohne Zoo, Botanischen Garten und Ausstellungsgelände etwa 154 ha). Auf dem neu zugefügten Parkgelände entstand 1894 der Neue Teich.


Bild: Der in geometrischen und floralen Formen gestaltete Mosaikbrunnen wurde von Stadtbaurat Hans Poelzig im Jahr 1926 anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung geschaffen.

Zerstörung im Februar 1945 und Wiederherstellung
Nach dem ersten anglo-amerikanischen Bombenangriff am 13. Februar 1945 flüchteten zehntausende Menschen aus der brennenden Stadt in den Großen Garten. Während der zweiten Angriffswelle warfen die Flugzeuge dann Phosphorkanister und Bomben auch über dem Park ab, was vielen Menschen das Leben kostete.

Die Parkanlagen wurden stark zerstört. Den Bombenangriffen fielen das Palais, die Kavalierhäuser, die Torhäuser, das Ausstellungsgelände und die meisten Gaststätten sowie der Zoologische und der Botanische Garten mit fast dem gesamten Tier- bzw. Pflanzenbestand und allen Gebäuden zum Opfer.

Schon kurz nach Ende des Krieges räumten die Dresdner die Parkanlage auf. Sie verfüllten die Bombentrichter, setzten das etwa 34 km messende Wegenetz instand und stellten durch Baumpflegemaßnahmen und Ersatzpflanzungen allmählich den Baumbestand des Parks wieder her. Wegen der Nahrungsmittelknappheit nutzte man einige Parkflächen als Grabeland für den Anbau von Feldfrüchten und Gemüse. Das Palais wurde bis 1969 zunächst nur äußerlich wiederhergestellt.



  Palais im Großen Garten

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