
































|

  

Bürgerwiese, Blüherpark, Güntzwiesen
|
Dresden verfügt über eine enorm große zusammenhängende Grünanlage im Stadtinneren (südöstlich der Altstadt): Großer Garten (180 ha), Bürgerwiese (10 ha), Blüherpark (5,9 ha) und Güntzwiesen (7,4 ha, mit den Sportanlagen) |
Bürgerwiese
Lage: zwischen Georgplatz und Großem Garten entlang der gleichfalls "Bürgerwiese" genannten Straße in der feuchten Niederung des vom Kaitzbach durchflossenen ehemaligen Seidnitzer Elbe-Altarmes
Bauzeit, Gartenarchitekten: 1469: erste urkundliche Erwähnung, nach 1763: Umgestaltung zur Parkanlage, 1850: Innere Bürgerwiese (künstlerische Parkanlage, Hofgärtner Carl Adolf Terscheck), 1863: Äußere Bürgerwiese (Peter Joseph Lenné)
Merkmale: zahlreiche wertvolle Großplastiken, z.B. Marmorskulptur "Venus und Amor" (1886, Theodor Heinrich Bäumer), "Nymphenbrunnen" (1908, Bruno Fischer, weißer Marmor), "Otto-Ludwig-Büste" (1901, Arnold Kramer, an den bekannten Dresdner Dichter erinnernd)
|
Bild: Grünanlage Bürgerwiese im Herbst
Bild: Bronzeplastik "Zwei Mütter" (1899-1902, Akademieprofessor Heinrich Epler), Darstellung einer Menschenmutter und einer Tigerin bei der Rettung ihrer Kinder vor den Wasserfluten
|
Aus der Geschichte: schon in früher Zeit als Wiesen- und Weideland genutzt, hier entstand Dresdens erste Gartenanlage, nach 1763: Umgestaltung in einen Englischen Landschaftsgarten (von dessen Ausstattung blieb kaum etwas erhalten), 1843-1850: Anlage einer künstlerischen Parkanlage mit reichem Skulpturenschmuck durch Hofgärtner Carl Adolf Terscheck auf dem Innere Bürgerwiese genannten Gelände, 1857-1863: Anlage der Äußeren Bürgerwiese durch Erweiterung der Grünanlage nach Osten (nach Plänen des bekannten Gartengestalters Peter Joseph Lenné, der z.B. auch den Park in Potsdam-Sanssouci gestaltete, seit 1874 trägt der ehemalige Environweg den Namen Lennéstraße), 1865-1869: Erweiterung der Grünanlage bis zu dem seit 1861 bestehenden Zoologischen Garten durch Gustav Friedrich Krause, ab 1829 (nach dem Abbruch der Stadtfestung): Bau vornehmer Wohnhäuser an der Westseite der Bürgerwiese für wohlhabende Dresdner Bürger, hier entwickelte sich ein großes Viertel mit prächtigen Villen und Palais (auch solchen des Königlich-Sächsischen Hofes), Februar 1945: vollständige Vernichtung des Villenviertels und der Parkanlagen bei den britisch-amerikanischen Bombenangriffen |
 Bild: Mozartbrunnen (1907, Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus) mit drei vergoldeten Bronzefiguren: die um einen Mozart-Gedenkstein tanzenden drei Grazien "Anmut", "Heiterkeit" und "Ernst" (1991 von Bildhauer Eberhard Wolf rekonstruiert)
Blüherpark (ehem. Zinzendorfgarten)
1683: Anlage eines Barockgartens (Französischen Gartens) auf Weisung von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen für die von ihm verehrte Gräfin von Zinzendorf, nach 1763: Umgestaltung in einen Englischen Landschaftspark, bis 1918: Wohnort (Villenanlage) des zweitgeborenen Sohnes des sächsischen Königshauses, 1918 (Ende der sächsischen Monarchie): Übergang in den Besitz der Stadt Dresden, 1927: Einrichtung des Blüherparks (Bernhard Blüher war Dresdner Oberbürgermeister 1915-1931), 1928-1930: Bau des Hygiene-Museums auf einem Teil des Geländes, Einrichtung eines zum Museum gehörenden, mit Barockvasen geschmückten Pflanzengartens mit Arznei-, Gift- und Gewürzpflanzen |
Güntzwiesen östlich von Bürgerwiese und Blüherpark gelegen, seit 1896 im Besitz der Stadt Dresden, diese errichtete hier mehrere Sport- und Erholungsstätten: u.a. 1923 die Ilgen-Kampfbahn (heute Dynamo-Stadion) und 1926 das Georg-Arnhold-Bad |
nach oben

|